Frauenworkshopzyklus: Orgasmic Yoga – kreativ-sinnliche Masturbation + verkörperte Selbstliebe für vorsichtige Frauen

30. Okt. 2020 – 1. Nov. 2020

Gemeinschaftspraxis für Körperpsychotherapie KPT Mitte
Brunnenstr. 181, 10119, Berlin

Orgasmic Yoga – kreativ-sinnliche Masturbation + verkörperte Selbstliebe im Rahmen des offenen Frauenworkshopzyklus “Sexuelle Heilung: Weib sein – Leib sein” mit Dipl. Psych. Annette Bertschi

Was ist Orgasmic Yoga?

Mit Orgasmic Yoga erforschen wir die Liebe zu uns selbst, unserem Körper und unserer Sinnlichkeit. Wir begeben uns gemeinsam auf eine sinnlich-spielerische Reise, auf der du deine Sexualität als Selbstliebe von Treffen zu Treffen weiter entfalten und neu entdecken kannst. Die Praxis des Orgasmic Yoga ist ein Freiraum nur für dich selbst oder auch für dich und deine*n Parter*in. Dabei ist das Ziel beim Orgasmic Yoga nicht unbedingt der Orgasmus (auch wenn der Höhepunkt durchaus willkommen ist), sondern das bewusste Spüren deiner sinnlichen, sexuellen und erotischen Energie, so wie sie sich in diesem Moment zeigen will – oder auch nicht. Eröffne deinem Körper neue Empfindungsspektren und entdecke ihn als deine größte erogene Zone. Finde deinen Weg, erotische Kraft und Fähigkeiten zu entwickeln oder zurückzugewinnen. Durch regelmäßige Praxis kann die sexuelle Energie Eingang in den Alltag finden.

Wieso Orgasmic Yoga

Selbstliebe ist unser intimster und natürlichster Umgang mit uns selbst und unserer Sexualität. Jedoch verläuft Selbstbefriedigung oft nach den immer gleichen Erregungsmustern, die wir im Laufe unseres Lebens perfektionieren. Vielleicht dauert deine Praxis nur wenige Minuten, ist auf Phantasien oder visuelle Stimulation durch Pornos oder Phantasien angewiesen oder von Heimlichkeit und Scham geprägt. Manche Menschen stellen irgendwann fest, dass trotz Orgasmus oder weiblicher Ejakulation keine wirkliche Befriedigung einsetzt, stattdessen spüren sie einen mehr oder weniger starken Energieverlust bis hin zu Lustlosigkeit oder Depression. Masturbation kann gerade dann sogar zwanghafte Züge annehmen.

Vielleicht aber bist du im Umgang mit deinem Körper und deiner Sexualität gar nicht so leicht und unbefangen, wie du es gerne wärst, hast aber dennoch Lust auf Forschen und Veränderung? Ist dir deine Lust überhaupt nicht selbstverständlich, die Sexualität mit dir selbst oder deiner*m Partner*in bereitet dir eher Schwierigkeiten oder gar Schmerzen und Begriffe wie Orgasmusschwierigkeiten, Vaginismus oder Dyspareunie sind keine Fremdwörter für dich?

Oder bist du mit deiner Selbstliebe eigentlich ganz zufrieden und hast einfach Lust auf kreatives und lustvolles Forschen, vertiefende Sinnlichkeit und gemeinschaftliche Inspiration?

Mit Orgasmic Yoga finden wir zurück zum Körper und begeben uns auf die Suche nach unserem Ausdruck von Sinnlichkeit. Wir begegnen dabei vielleicht Vorbehalten, Unlust, Ängsten und Scham, aber auch Annahme, Kreativität, Liebe, Lust und Leidenschaft. Wir begegnen uns selbst – im Raum zwischen dem, wer wir sind und dem, wer wir sein wollen. Als Ausdruck unserer Selbstwertschätzung vertiefen wir die Intimität mit uns selbst und erlauben alles, was in diesem Moment sein will. Damit ist Orgasmic Yoga sowohl tiefe körperliche Schulung als auch verkörperte Meditation.

Selbstliebe in der Gruppe, wirklich?!

Orgasmic Yoga kannst du als tägliche Praxis ganz alleine für dich zu Hause genießen. Es kann aber auch eine ganz neue transformierende Ebene und Tiefe entstehen, wenn man diese Energie in einer Gruppe teilt. Bei dieser intimen Tätigkeit, die wir sonst eher heimlich, zum Gefallen einer Partnerin oder eines Partners oder in erstaunlicher Geschwindigkeit ausüben, fällt es nicht leicht, sich offen und verletzlich, lust- und kraftvoll oder auch vergnüglich und albern anderen Augen zu zeigen. In der Gruppe hast du jedoch Raum für deine ganz eigene Weise, um dich so wertzuschätzen, wie es sich für dich richtig anfühlt. Wie viel Nacktheit du zeigen möchtest, wieviel Kleidung du tragen möchtest, wie expressiv oder vertiefend du dich zeigen möchtest – wieweit du vor und mit der Gruppe gehen möchtest, entscheidest du selbst. Für die Teilnahme am Workshop ist es nicht wichtig, ob du schon über Vorkenntnisse im Orgasmic Yoga verfügst oder nicht.

An diesen Tagen ist Annette Bertschi von der Praxisgemeinschaft für Körperpsychotherapie Berlin Mitte unsere Gastgeberin und Begleitung.

 

 

Über den Zyklus

Dieses Angebot ist für dich gedacht, wenn du im Umgang mit deinem Körper, deinem Frausein und deiner Sexualität nicht ganz so leicht und unbefangen bist, wie du es vielleicht gerne wärst, aber dennoch Lust auf Forschen und Veränderung hast. Und auch, wenn du dich einfach danach sehnst, deine Körperempfindungen zu verfeinern und deine sinnlich-sexuelle Energie noch selbstverständlicher und freier fließen zu lassen. Ist dir deine Lust überhaupt nicht selbstverständlich, bereitet dir die Sexualität mit dir selbst oder deiner*m Partner*in Schwierigkeiten oder gar Schmerzen? Fällt es dir schwer, dich in eine Gruppe zu begeben und dich zu zeigen? Auch, wenn dir Begriffe wie Orgasmusschwierigkeiten, Vaginismus oder Dyspareunie keine Fremdwörter sind, bietet dir die Gruppe einen sicheren Rahmen unter Gleichgesinnten zum Austausch.

Alle Workshops und Abende bieten Zeit für persönlichen Austausch, soweit du dich mitteilen möchtest. Für die somatische Arbeit gibt es immer einen anderen Schwerpunkt. Grundsätzlich werden wir einen Raum für Achtsamkeit, Langsamkeit und Sinnlichkeit schaffen, der immer den gesamten Körper, vertieftes Spüren, Entspannung und Lebendigkeit einlädt.

Wir wenden uns der eigenen sexuellen Lerngeschichte zu, sowie bestimmten Körperbereichen wie den Brüsten und dem Schoßraum. Uns beschäftigen Themen wie Kontakt, Grenze, Lust, Masturbation, sexuelle Phantasien und Wünsche.  Wir werden die Wahrnehmung und Empfindungsfähigkeit schulen und Fühl-, Denk- und Verhaltensmuster beobachten, so dass sich das emotionale und körperliche Erleben Schritt für Schritt erweitern darf. Wir erlauben uns Sinnlichkeit, Lebendigkeit und Erregung, ebenso wie Unsicherheiten, Ängste und Vorbehalte. So werden wir Selbstbewusstsein und Lebenskraft stärken, um sich letztlich im eigenen Körper, der eigenen Geschlechtlichkeit und Vaginalität immer lustvoller zu Hause fühlen zu können.

Ein wichtiger Aspekt ist außerdem das Wahrnehmen, Erforschen und Kommunizieren von Impulsen, Grenzen und Öffnungen. Sowohl das Anerkennen von und Bestehen auf selbst gesetzte Grenzen als auch das Kommunizieren und Aushandeln von gemeinsamen Begegnungen und Bewegungen bedarf eines immer wieder neuen Spürens und Einübens, bei dem wir alle voneinander lernen können.

Im geschützten Frauenkreis entsteht ein Rahmen, in dem auch frühere schmerzhafte Erfahrungen und alte Wunden deutlicher spürbar und mitgeteilt werden können. Indem wir Gefühlen wie Angst, Scham, Wut, Schmerz und Trauer Raum geben, sie da sein lassen und ihren Hintergrund verstehen, kann besonders durch die gleichzeitige Chance für neue beglückende und lustvolle Erfahrungen mit dem eigenen Körper und im Kontakt mit anderen Frauen Heilung und Entfaltung geschehen.

Gut ist es, den ganzen Zyklus zu besuchen, um in einen Fluss neuer Erfahrungen zu kommen. Es ist aber auch möglich, die Workshops oder Abendveranstaltungen einzeln zu buchen. Es empfiehlt sich auch, Workshops zu bestimmten Themen mehrfach zu besuchen, um die Erfahrungen zu vertiefen. Sexuelles (Neu-)lernen braucht viel Übung!

 

In 2020 finden folgende Veranstaltungen im Rahmen des Zyklus statt:

Beherzte Forschungsgruppe am Abend für vorsichtige Frauen – Ein Austausch- und Übungsabend, Annette Bertschi und Mareen Scholl
13. Februar 2020 Do. 18.30 – 21.30

Körper – Sein und Köpergeschichte(n), mit Annette Bertschi
Fr. 27. März 2020 18.00 – 22.00 Sa. 28.03.2020 11.00 – 19.00

Beherzte Forschungsgruppe am Abend für vorsichtige Frauen – Ein Austausch- und Übungsabend, Annette Bertschi und Mareen Scholl
16. April 2020 Do. 18.30 – 21.30

Die Brüste – Tor zur Lust der Frau, mit Annette Bertschi
Fr. 08. Mai 2020 18.00 – 22.00 und Sa./So 9./10.05.2020 11.00 – 19.00

Innere Weite, weibliche Räume, Körperlandkarten: Genital-Meditation und vulvo-vaginales Mapping, Annette Bertschi + Mareen Scholl
19. Juni 2020 Fr. 18.00 – 22.00, 20. Juni 2020 Sa. 11.00 – 20.00, 21. Juni 2020 So. 10.00 – 19.00

Berührung, Grenzen und Wünsche, mit Annette Bertschi
Fr. 4. September 2020 18.00 – 22.00, Sa. 11.00 – 19.00

Orgasmic Yoga – Verkörperte Selbstliebe und kreativ-sinnliche Masturbation, mit Mareen Scholl und Annette Bertschi
30. Oktober 2020 Fr. 18.00 – 22.00, 31. Oktober 2020 Sa. 11.00 – 20.00, 1. November 2020 So. 10.00 – 19.00

Beherzte Forschungsgruppe am Abend für vorsichtige Frauen – Ein Austausch- und Übungsabend, Annette Bertschi und Mareen Scholl
19. November 2020 Do. 18.30 – 21.30

 

 

Annette Bertschi ist Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin, ausgebildet in körperorientierter Psychotherapie (Core energetic), Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, Hypnotherapie und Sexualtherapie. Sie bietet Einzel-, Paar- und Gruppentherapie und ist Dozentin und Supervisorin an der Berliner Fortbildungsakademie für Psychotherapie. Ihr Engagement und ihre Leidenschaft gilt der spezialisierten Arbeit für Frauen zum Thema Weiblichkeit und Sexualität.

Informationen zu ihr und dem Seminarort findest du unter: www.kpt-mitte.de

Mareen Scholl: Als Somatic Sex Educator und Sexological Bodyworkerin begleitet Mareen in Einzelarbeit und Workshops Menschen darin, die eigene Sexualität zu erforschen und bewusster in Körper, Geist und Lust zu kommen. Als Ausbilderin des Instituts für Sexological Bodywork Berlin ist ihr daran gelegen, praktisch und bildend somatisches Lernen, Embodiment und sexuelle Kultur zu vermitteln und zu ermöglichen.

Bookings

Ticket-Typ Preis Plätze
Early-Bird-Ticket €230,00
Standard-Ticket €250,00