Genitalcare – warum deine Genitalien Aufmerksamkeit brauchen?!
Wir möchten uns in diesen 3 Tagen langsam und Schritt für Schritt Genitalstrukturen in aller Fülle und Vielfalt zuwenden. Wir möchten Geni(t)alien Raum geben zu sein, zu erzählen, etwas zu wollen, zu wünschen und neue verkörperte Erfahrungen zu sammeln. Genitalien haben somatisch und anatomisch eine sehr wichtige Bedeutung für unser physisches und psychiches Wohlbefinden. In einem kollektiven Lernraum möchten wir mit Achtsamkeit, liebevoller Zuwendung und Care neugierig Genitalien erforschen und schauen welches transformatorische Potential es dabei zu entdecken gibt. Hast du Lust auf diese spannende Selbsterfahrung?
Für wen ist dieser Workshop?
• neugierige Menschen, die Lust haben ihren Körper und Spürpotentiale (rund um das Thema Genitalien) vertieft zu erkunden
• Körperarbeitende, die Lust haben ihre Praxis im Bereich Intimität zu erweitern und zu vertiefen
• Menschen, die Lust haben, sich in Selbsterfahrungsräumen zu begegnen und darüber kollektiv im Austausch zu sein.
• Menschen, die neue Anregungen suchen, sich neu oder anders in Kontakt mit ihrem Genitalien zu setzen oder andere darin anzuleiten und zu begleiten
• Menschen die ein forschendes Interesse an ihren Genitalien haben und Lust haben sich mit diesen zu beschäftigen für eine ganzheitliche Sexualität
• Menschen, die Räume für verkörperte Transformation suchen
• alle Gender, (a)se><uellen Orientierungen und Marginalisierungen sind willkommen (wir bieten eine klare
Raumpolitik, siehe statement unten)
• Auch wenn du schmerzhafte Erlebnisse oder Erfahrungen mitbringst, die du dem Traumabereich
zurodnen würdest, kannst du an dem Workshop teilnehmen. Wichtig ist, dass du dir das selbst zutraust,
dich einschätzen und navigieren kannst auch in herausforderndem Erleben und dich bereit fühlst für neue
Erfahrungen.
Was dich erwartet:
•3Tage Selbsterfahrung mit professionellen Lerninhalten
•ca. 12 andere Teilnehmende
•Kennenlern-Übungen zur eigenen (Spür-)Anatomie
•kollektiver Lernraum zu Themen rund um Genitalien
•Auseinandersetzung mit emotionalen Potentialen in Verbindung mit Genitalien: Scham, Unsicherheit, Schmerz, Wut als auch Genuss, Freude, Lust und Wohlbefinden
•kognitiver Input zu Anatomie und traumasensitiver Arbeit
•Körperübungen, somatische Praxis
•klar gesetzte Interaktionsformen durch Übungen aus der Methode Sexological Bodywork (one-way-touch/Handschuhe bei ggf. analer Berührung/klare Rollenverteilung in Übungssettings/Kommunikation während der Übungen)
•Bezeugen und Bezeugt werden/Methodisches zur Begleitarbeit
•Konsens-Übungen zum Einstieg und klar gehaltene Struktur für den Erfahrungsraum
•Nacktheit ist in den Übungen willkommen, aber kein Muss
•Lernraum, Erfahrungsraum, braver Space (wir schauen gemeinsam was dich unterstützt)
•Snacks und Getränke 🙂
Was wir dir anbieten:
Dieser Workshop bietet einen körperbasierten Ansatz mit der Idee, Menschen in einem erweiterten Spektrum zu ihrem Körper und, ihrer Körperannahme und (A)-Sexualität zu unterstützen. Welche Bedeutung haben Körperlichkeit und differenziertes Spürbewusstsein in deinem Alltag?
Der Kurs kann dir neue Wege öffnen, um
•deine eigene Anatomie/ Erotik stärker erlebbar zu verkörpern (erotic embodiment)- tiefere Verbundenheit
mit dir selbst und in intimen Begegnungen
•deine sexuellen Erfahrungen bewusster zu gestalten (sexual empowerment)
•dein Wissen über deinen Körper/deine Sexualität zu vertiefen und deine erotischen Fähigkeiten weiter zu
entwickeln
•somatische Praxis kennen zu lernen
Grundlage der gemeinsamen Erfahrung sind Stimm- und Atemarbeit, bewusste und sinnliche
(Ganz-)Körperberührung in der Selbsterfahrung, optionales Geben und Empfangen mit anderen,
verkörperte Meditation, sowie kreativer und fokussierter Körperausdruck.
Alle Körper sind willkommen.
Zeiten:
Freitag, 9.4.2027 bis Sonntag 11.4.2027
- Freitag: 11:00 – 18Uhr
- Samstag: 11:00 – 18Uhr
- Sonntag: 11:00 – 17Uhr
Die kleineren Pausen werden während des Workshops gesetzt. Die Mittagspausen-Zeit wird am Tag vorher bekannt gegeben und sie wird 100Minuten umfassen.
Ort: ISB Berlin, Goethestr. 34, 13086 Berlin
Barrieren:
- der Workshop ist kostenpflichtig
- der Raum ist über eine Aufzug mit den Maßen (BxT) 69 x 103cm
- um den Kursort herum findest du einige Bäume und Stadtlärm,
- öffentliche Verkehrsmittel sind in unmittelbarer Nähe
- der Ort an sich ist ruhig, hat gemäßigten Lichteinfall
- Der Kurs wird in deutscher Lautsprache gehalten
- Bild-, Text-, und Videomaterial wird nur sehr gering eingesetzt
Raumhaltende/Impulsgebende:

Lukas (kein Pronomen/er) interessiert den Körper als Zugang zum eigenen Ausdruck und zur Bewusstwerdung ständig stattfindendender Transformation. In den letzten Jahren hat Lukas vertieft an der Schnittstelle von Sexualität, Intimität und Trauer geforscht. In seiner Arbeit kombiniert Lukas Elemente verschiedener somatischer, künstlerischer und ritueller Praktiken und sucht nach neue Formaten für innere und äußere Begegnung, mit Bezug zu weltlichem Geschehen auch als politische Praxis (embodied Activism). Seid 2024 ist Lukas mit der Methode sexological Bodywork am ISB lehrend tätig. Lukas ist weiß positioniert und verortet sich im queeren Spekturm. Mehr Info zu Lukas: www.lukasgeschwind.de

Nino (er/nino) ist seit 15Jahren mit somatischer Praxis aktiv und sucht immer weiter nach der Bedeutung von kollektiver Auseinandersetzung und dem Transformationspotenzial in solchen Lernräumen aus marginalisierter Perspektive. Nino ist es ein großes Anliegen, Menschen in ihre Zugänglichkeit zu ihrem ganz eigenen somatischen Empowerment-Gelingen zu bringen und sie darin zu unterstützen, sodass sie nicht unter strukturellen Gegebenheiten leiden müssen, sondern ihre eigene Praxis und Räume finden, Genuss, Pleasure und Verbindung zu finden, zu kultivieren und zu leben. 2019 hat Nino das ISB mit gegründet und arbeitet an der Schnittstelle von kollektiver somatischer Praxis und Einzelarbeit in seinem Verkoerperungsatelier Berlin (www.verkoerperungsatelier.com)
