An wen richtet sich diese Fortbildung – und warum ist sie jetzt relevant?
Die Fortbildungsreihe VERKÖRPERT BEGLEITEN richtet sich an Menschen, die bereits in therapeutischen, beratenden, körper-, beziehungs- oder pädagogischen Kontexten tätig sind oder über entsprechende Vorerfahrungen verfügen und ihre Praxis vertiefen, erweitern oder neu ausrichten möchten.
Angesprochen sind insbesondere:
- Therapeut:innen, Körpertherapeut:innen und somatisch Arbeitende
- Berater:innen, Coaches und Prozessbegleiter:innen
- Menschen aus psychosozialen, pädagogischen oder künstlerisch-therapeutischen Arbeitsfeldern
- Fachpersonen, die mit Trauma, Beziehung, Intimität, Sexualität oder Machtfragen arbeiten
- Menschen, die ihre eigene verkörperte Präsenz als Grundlage professioneller Begleitung verstehen
Bei Interesse kannst du dich für ein direktes update an Infos hier eintragen: link
Ende Oktober 2026 startet Teil A
Die Fortbildung bietet die verkörperte Begleitung von Menschen in komplexen Lebenskontexten – machtkritisch und traumasensibel.
Sie verbindet Körperarbeit, therapeutische Beziehungskompetenz, politische Bewusstheit und die Fähigkeit, mit menschlicher Verletzlichkeit und menschlicher Lebenskraft zugleich zu arbeiten.
Warum diese Fortbildung jetzt relevant ist
Wir leben in einer Zeit zunehmender körperlicher, emotionaler und gesellschaftlicher Belastung.
Traumafolgen, Erschöpfung, Vereinzelung und Beziehungsabbrüche nehmen zu – ebenso wie Unsicherheiten im Umgang mit Nähe, Grenzen, Sexualität und Macht.
Gleichzeitig stoßen viele bestehende Aus- und Weiterbildungen an ihre Grenzen:
- Sie trennen Körper von Beziehung.
- Sie individualisieren Leid, ohne gesellschaftliche Kontexte mitzudenken.
- Sie vermitteln Techniken, ohne die dahinterliegenden Machtverhältnisse zu reflektieren.
VERKÖRPERT BEGLEITEN antwortet auf diese Lücke.
Sie bildet Fachpersonen aus, die:
- mit komplexen Prozessen verkörpert und verantwortungsvoll umgehen können
- Beziehung nicht nur als Methode, sondern als zentrales Wirkfeld verstehen
- Sexualität, Scham und Intimität nicht ausklammern, sondern professionell begleiten
- Macht, Grenzen und Einvernehmlichkeit bewusst und reflektiert in ihre Praxis integrieren
Die Fortbildung versteht verkörperte Begleitung als eine zukunftsfähige Kompetenz:
für individuelle Heilungsprozesse ebenso wie für eine achtsamere, gerechtere und beziehungsfähigere Gesellschaft.
Wodurch unterscheidet sich die Ausbildung von bestehenden Angeboten?
Diese Ausbildung ist einzigartig, weil sie:
- somatische Arbeit gleichzeitig mit kollektiven Herausforderungen begegnet
Die meisten Ausbildungen fokussieren nur eines dieser Felder.
Hier werden sie bewusst zusammengeführt – auf professionellem und ethischem Niveau.
- ein tiefes Macht- und Gesellschaftsbewusstsein vermittelt
patriarchale Strukturen, koloniale Körperprägung, Sexualitätsnormen, Grenzverletzungen & Konsent, Macht und Ohnmacht in Beziehungen werden als integraler Bestandteil verstanden.
- Berührung (indirekt, direkt), Gesprächsführung und Begleitung lehrt mit einer spezifischen Haltung
Ein transdisziplinärer Ansatz, der selten in einer Ausbildung vereint ist.
- somatische Kompetenz als kulturelle Kompetenz versteht
Verkörperung ist kein rein individuelles Phänomen, sondern ein politisch geprägtes.
- eine langfristige, ein-dreijährige Identitätsentwicklung als Begleitperson ermöglicht
Statt Tools → Haltung
Statt Techniken → Präsenz
Statt „Methodenkoffer” → verkörperte Professionalität
Welche gesellschaftlichen Themen wird die Ausbildung in den Fokus nehmen?
Diese Ausbildung ist eine Antwort auf zentrale Herausforderungen unserer Zeit:
-
Trauma & Erschöpfung
Burnout, kollektive Traumatisierung, emotionale Isolation.
-
Sexualität & Scham
Ungleichheit, sexualisierte Gewalt, Körperfeindlichkeit, fehlende sexualpädagogische Räume.
-
Körperpolitik & Identität
Wie Körper bewertet, kontrolliert, sexualisiert oder unsichtbar gemacht werden.
-
(Queer-)Feminismus & Dekolonialisierung
Das Erkennen der historischen und politischen Machtverhältnisse, die Körper, Beziehung und Sexualität prägen.
-
Beziehungskompetenz & Co-Regulation
Als Basis für psychische Gesundheit in einer fragmentierten Gesellschaft.
-
Ethik
Grenzen, Einvernehmlichkeit, Verantwortung, Umgang mit Übertragung, Machtreflexion.
Die Ausbildung ist therapeutisch-professionell verankert, mit einer künstlerisch-sozialen Haltung und einer wissenschaftlich fundierten Grundlage.
Sie verbindet:
- therapeutisch → Trauma, Beziehung, Somatics, Sexualität
- künstlerisch → Stimme, Bewegung, Ausdruck, Kreativität
- sozialpolitisch → Machtkritik, Gender, Körperkulturen
- wissenschaftlich → Neurobiologie, Embodimentforschung
Aufbau der Teile A, B und C (Bausteine)
Baustein A: Oktober 2026 bis Juli 2027
—> somatische Begleitung mit indirekten Berührungsmethoden
Abschluss nach supervidierter Zertifizierungsphase
Baustein B: vorr. Oktober 2027 bis Juli 2028
—> somatische Begleitung mit direkten Berührungsmethoden
Abschluss nach supervidierter Zertifizierungsphase
Baustein C: vorr. Oktober 2028 bis Juli 2029
—> somatische Begleitung zu (A-)Sexualitäts- und Intimitätsthemen
Abschluss nach supervidierter Zertifizierungsphase
Ort
Baustein A findet in Berlin statt. Der Ort ist barrierearm. Die Adresse wird demnächst bekannt gegeben.
Termine Baustein A:
Modul 1: 28.10.-1.11.2026
Modul 2: 9.-13.12.2026
Modul 3: 17 – 21.2.2027
Modul 4: 31.3. – 4.4.2027
Modul 5: 2.6. 6.6.2027
Die Fortbildung setzt eine Bereitschaft zur Selbstreflexion, Selbsterfahrung und Beziehungsgestaltung voaus. Vorerfahrung ist sehr hilfreich, damit die Arbeit auf ein verkörpertes, ethisch reflektiertes und gesellschaftlich bewusstes Fundament gestellt werden kann.
Team
Es wird einen Pool an Lehrenden für die ganze Fortbildungsreihe geben. Die inhaltliche Leitung sowie die Rollen der Team-Menschen variiert von Baustein zu Baustein.
Inhaltliche Leitung Baustein A:


Kuem Plassmann (er/keine) trans maskuline Person of Colour, ist ausgebildeter Sexological Bodyworker, Cranio-sakraler Therapeut und Somatischer Coach. Er begleitet Klient*innen sowohl in Einzelsitzungen als auch in Körperwahrnehmungsworkshops. Kuem ist besonders daran interessiert, mit tin/ queeren/ BIPoC Communities zu arbeiten. Oberstes Gebot ist für ihn dabei Neugier, Offenheit und das Einlassen auf den Prozess. Kuem möchte spielerische Begegnungen mit dem Selbst initiieren. https://www.queerbodywork.net/ Instagram https://tinyurl.com/kuemsong
Patricia Macamo (sie/ihr) ist Sexological Bodyworkerin, Gesundheits‑ und Atemcoachin und hilft Menschen dabei, Wohlbefinden, Körperintelligenz und erotische Lebendigkeit als Wege zu Selbstbestimmung, Resilienz und authentischer Verbindung zurückzugewinnen. Diese Räume öffnet sie vor allem in 1:1 Sitzungen, Workshops und Retreats. Als Ökofeministin, neurodivergente schwarze Frau und Verfechterin intersektionaler Perspektiven verknüpft sie persönliche Erfahrung mit professioneller Expertise, um sexpositive, traumasensible und tief verbindende Räume zu schaffen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Präsenz, Gesundheit, Konsens und kollektive Verantwortung.
Foto von Judith Ziegenthaler
unterstützt durch :
Jul Zureck
Jul Zureck ist ein nicht-binärer, weiß positionierter Sexological Bodyworker & Coach für Somatik (ISB Berlin), pleasure activist und Facilitator. Jul wohnt zwischen Leipzig und den französischen Pyrenäen. Neben der Körperarbeit ist Jul als bildende*r Künstler*in tätig.
Jul forscht behutsam und leidenschaftlich, wie wir uns (wieder) mit dem verbinden können, was in uns und um uns herum lebendig ist. Dabei arbeitet Jul mit somatischen Methoden, Kreativität, Ritualen und der Weisheit des (kollektiven) Körpers. Jul bietet Einzelsessions, Workshops und Retreats an.
www.tendertransformation.org instagram.com/tender_transformation
Nino Mar Seliz
Chrissi Fischer
Gregöre Hamann
Zaf Roser
Mehr Infos folgen bald
Kosten: Wir bieten 4 verschiedene Preiskategorien an. Je nach Möglichkeiten (monatliches verfügbares Geld, Immobilien als Eigentum vs. Miete, Erbe/kein Erbe, Lebenssituation Familie/Pflege/Kinder, privilegiert sein/deprivilegiert sein) bieten wir dir an, dich in deiner Kategorie selbst zu positionieren. Wenn die Kategorie nicht mehr buchbar ist, ist das Kontingent vermutlich schon ausgeschöpft. Bei finanziellen Fragen wende dich gern direkt an: nino@isbberlin.com
Soli-Preis: 3690Euro
Mindest-Preis: 4290Euro
Mid-Preis: 4690Euro
Regulär-Preis: 5290Euro
