FEEL YOUR VOICE
collective voice lab
Hast du Lust auf zusammen tönen, singen, und sanft in deinen Körper hinein lauschen?
Ich lade dich ein gemeinsam auf eine Stimmforschungsreise zu gehen, bei der wir mit Fantasie und Bewegung, unterschiedliche Räume und Qualitäten unserer inneren Klangwelt kennenlernen und spüren üben.
Wir beschäftigen uns mit verschiedenen somatischen Zugängen zur Stimme. Dabei steht die Freude und Neugierde am Prozess im Fokus. Das bedeutet, dass wir üben unsere Aufmerksamkeit weg vom Ergebnis und unseren Erwartungen zu lenken. Wir praktizieren unlearning des (inneren) Drucks „schön“ (was immer das bedeuten mag) singen zu müssen um singen zu dürfen. Stattdessen wenden wir uns der Vielfalt an Klangqualitäten zu und können mit Offenheit staunend und spielerisch Zeug*innen der Entfaltung unserer Stimme werde.
Wie sieht ein Abend aus( 2h Session ):
– im Körper, im Raum, mit den anderen somatisch ankommen
– im Kreis zusammen kommen kurze check-in Runde
– über leichte Bewegungsabläufe mit dem Atem in Kontakt kommen
– Tönen und erforschen wie Bilder/ Bewegungen/ Reize die Stimme verändern und bereichern
(dabei kommen u. a. Sandpapier, Luftballon, Malerfolie oder Strohhalme zum Einsatz)
– ein klangliches Netz kollektiv ausbilden und sich darin bewegen
– gemeinsames Improvisieren und Gruppensupport von Improsolos
– gemeinsam ein Lied probieren und singen
– Abschluss: Stimmbad
für wen?
FEEL YOUR VOICE richtet sich sowohl an erfahrene Sänger*innen, die neugierig sind die Bandbreite ihres Klangs über einen somatischen Zugang zu erweitern und die offen sind für neue stimmliche Perspektiven über die eingeübten Techniken hinaus, als auch an Menschen ohne spezifische Stimmpraxis, die gerne singen – erforderlich ist nur die Lust und eine Priese Mut deine Stimme zu erforschen.
Deine Stimme darf hier so sein, wie sie gerade ist – mit ihren Eigenheiten, Möglichkeiten, Veränderungen und Besonderheiten. Queere Menschen und Menschen, deren Stimme sich verändert oder in Transition befindet, sind ausdrücklich willkommen.
Gibt es Bewegungen oder Positionen, die für dich nicht möglich oder nicht angenehm sind? Schreib das gerne bei der Anmeldung dazu, damit ich passende Variationen und Anpassungen vorbereiten kann. Musik kann beruhigen, verbinden und uns mutiger machen. Lasst uns zusammen singen.
1x monatl. MONTAG 18:30 – 20:30
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Ich bin Leo, agender, queer, weiß, und von chronischen Schmerzen und Burn-out
herausgefordert.
Mit 16 habe ich mit Jazzgesang angefangen und konnte durch verschiedene Lehrer*innen
Stimmbildungstechniken wie Estill, Complete Vocal Technic und die Lichtenberger Methode
kennenlernen. Ich habe u. a. Musikwissenschaften an der HU Berlin, zeitgenössische
Puppenspielkunst an der HfS Ernst Busch und Tanz am HZT Berlin studiert.
Singstimme, Sprechstimme, Stimmklang – die Erkundung und Wahrnehmung des von
Schwingungen durchdrungenem Körpers und seine Präsenz ist ein Schwerpunkt meiner
Arbeit. Ich forsche kontinuierlich an meiner expressiven Bandbreite durch intuitive,
reflektorische und bewegungsbasierte Zugänge zur Stimme, sowie an
nervensystembezogenen somatischen Ansätzen.
In meinem Leben spielt Stimme eine wichtige und nicht immer leichte Rolle.
Von Anfang an begleiteten mich große Selbstzweifel und Unsicherheit – ich wollte unbedingt
„schön“ singen und das andere meine Stimme ganz toll finden und berührt sind. Bis heute
fällt es mir schwer alleine zu üben. Und es gab auch schwere Phasen in denen es mir
regelrecht die Stimme verschlagen hat und ich gar nicht singen konnte, doch mich hat diese
tiefe Sehnsucht singen zu wollen nie losgelassen.
Mein Weg immer wieder zurück zur Stimme war über den Tanz, über den Körper, übers
hinspüren übers gemeinsam Musik machen und in der Natur singen.
Für mich liegt im Singen einen Sehnsuchtsort. Wenn wir zusammen singen, zeigt sich ein
Gefühl von Verbundenheit jenseits von Worten und wir werden berührbarer – daran glaube
ich fest und das möchte ich teilen.
