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Das ISB bietet erneut diese neue Reihe an, weil sich die Anforderungen in der Welt verändern und wir finden, dass es neue verkörperte Zugänge und Möglichkeiten braucht, zunehmender Komplexität zu begegnen. Wir wollen einen Raum öffnen, um dir und anderen somatisch zu begegnen. Gemeinsam möchten wir somatisches Wissen als gelebte Praxis erkunden und erfahrbar werden lassen. Wie können wir Körper als Ressource und Quelle von Wissen und Weisheit zugänglich machen, um uns in unseren alltäglichen Leben in Bewusstheit, Verbindung, Beziehungs- und Handlungsfähigkeit zu stärken?
Gerade in Zeiten von politisch-weltlichen Herausforderungen und gesellschaftlich-strukturellen Veränderungen möchten wir in dieser Jahresgruppe herausfinden wie wir durch vielfältige somatische Erfahrungsräume zu mehr Entfaltung von Potential, Zugang zu Gestaltungs- und Entscheidungsmöglichkeiten und ein Gefühl von innerer Anbindung und Sinnhaftigkeit unterstützen können. Geteilt in einem kollektiven Lern- und Erfahrungsraum beschäftigen wir uns mit Elementen von (Co-)Regulation und Nervensystem-Unterstützung, konkreten Techniken aus verschiedenen Ansätzen von Körperarbeit, Übungen zu mehr Achtsamkeit, Präsenz, Genuss- und Spürfähigkeit.
Somatische Praxis lässt sich auf viele Lebensbereiche beziehen: Sei es im Beruf, im Aktivismus, im Alltag, in (Intim-) Beziehung_en, im eigenen kreativen (Selbst-)Ausdruck, zum körperlichen Genuss- und Wohlbefinden oder schlicht im täglichen Kultivieren der eigenen Lebendigkeit. Wir wollen im kollektiven Raum erforschen, erfahren und verstehen: Wie prägt uns Kontext? Was macht Kontext mit uns und unseren Körpern? Wie beeinflusst es unser –Sein in der Welt? Dabei möchten wir auch verkoerperte Ungleichheit sichtbar und spürbar werden lassen und verstehen lernen, was es für uns bedeutet und welcher Umgang möglich ist. In diesem Zusammenhang laden wir ein, uns mit Liebe als Praxis – „Love is a verb“ zu beschäftigen. Auch der sinnlich-erotische Körper oder „Pleasure Body“ in der ganz eigenen intelligenten und kreativen Kraft kann Teil dieser Praxis sein. Wie ist meine Auseinandersetzung mit der eigenen Position in der Welt und was für einen Einfluss hat dies auf meine Art zu lieben und mich auszudrücken? Was uns immer wieder begleiten wird ist verkörperte Sprache und das Erforschen von Sicherheit mit zentralen Fragen: Was bewegt sich in mir? Wo nehme ich Raum? Wo und wie gebe ich Raum? Welche Formen von Raum gibt es: Raum mit mir, Raum mit Menschen, Raum mit Nicht-menschlicher Welt und in alle dem die Frage: Wie bin ich im Kontakt?
Für wen ist diese Jahresgruppe?
- Für Menschen, die sich mehr Verkörperung im Alltag und Anbindung wünschen
Hast du bereits eine somatische Praxis und möchtest diese mit neuen Impulsen und Wissen vertiefen? Wünschst du dir mehr Verkörperung als gelebte alltägliche Praxis? Bist du oft „verkopft“, spürst dich nicht so wie du möchtest oder wünschst dir mehr Langsamkeit und Bewusstheit in deinen alltäglichen Entscheidungen?
Wie kannst du dir Momente des Innehaltens, kleine „Rituale“ schaffen, die dich zu dir bringen und dich stärken?
Möchtest du Unbewusste Strukturen und Handlungsmuster in Beziehungen (Herkunfts- oder Wahl-familie, Intimbeziehungen und vor allem die Beziehung zu dir selbst) erkennen und verändern?
Wächst dir das Weltgeschehen oftmals über den Kopf und du weißt oft nicht wie du zu dir kommen kannst, damit umgehen sollst?
- Für Menschen die in sozialen Tätigkeitsfeldern sind und Handwerkszeug und neue Tools kennenlernen möchten die sie in ihren beruflichen Alltag integrieren können
Pädagog*Innen, Sozialarbeiter*Innen, Therapeut*Innen, Organisator*Innen, die viel mit Menschen und Beziehungen zu tun haben und die mehr verkörpertes Wissen und gelebte authentische Beziehungpraxis suchen.
- Für Aktivist*Innen, die körperliche Praxis mehr mit in ihr Handlungsfeld mit einbeziehen möchten und üben wollen, sich in Ressourcen zu stärken
- Für Menschen die interessiert sind an der Sexological Bodywork Ausbildung
Wenn du dich für somatische Arbeit und Arbeit mit Sexualität interessierst, noch wenig Erfahrung hast und Grundlagen kennenlernen möchten sowie eine Orientierung bekommen willst, ob das was für dich sein könnte.
- Für neugierige Menschen, die grundsätzlich Lust auf/ Interesse an dieses /m Lernen und die Auseinandersetzung mit gelebter, somatischer und struktureller Praxis wünschen oder vertiefen wollen und sich Anbindung wünschen
- Für Menschen, die Lust haben ihren Körper und Spürpotentiale vertieft zu erkunden
z.B. Körperarbeitende, die Lust haben ihre Praxis im Bereich Intimität zu erweitern und zu vertiefen, Menschen, die Lust haben, sich in Selbsterfahrungsräumen zu begegnen und darüber kollektiv im Austausch zu sein.
- Für Menschen, die Transformationsräume suchen um mehr Verbundenheit und Kraft im Alltag suchen
und Strategien und Werkzeuge für den Aufbau von Resilienz suchen (Resilienz nicht in erster Linie, im Sinne von Funktionstüchtigkeit im kapitalistischen Sinne, sondern für sich selbst und das eigene Wohlbefinden).
- Für Menschen, die Sinnhaftigkeit und Verbindung in der Welt, Soziale Gerechtigkeit und Verkörperung suchen um sich mit der Welt und für die Welt und Weltgeschehen einzusetzen.
Um eine eigene gelebte Praxis, sei es im Alltag oder im beruflichen Kontext weiterzugeben.
Zeiten und Inhalte der Module
Modul 1: 4. – 7. März 2027 /Aussaat und Ausrichtung – Ankommen / Orientierung / Verortung / somatische Basis / gemeinsam das Netz weben / verkörperte Würde
1 Call in der Zwischenphase: tba
Modul 2: 29. April – 2. Mai 2027 / Sprießender Genuss und sinnliche Ressourcen – Zugang zu Sinnlichkeit und Lust als aktivistische Praxis (Pleasure Activism), Sexualität im Kontext von Gesellschaft
1 Call in der Zwischenphase: tba
Modul 3: 1. – 4. Juli 2027 / Engagiert bleiben – Embodied Social Justice, Dekoloniale Praxis, Sinn und Sinnhaftigkeit erleben
1 Call in der Zwischenphase: tba
Modul 4: 23. – 26. September 2027 / Wandel und Verlust – Körper in Transformation, Übergänge gestalten, Umgang mit Trauer und Verlust, Schätze bergen
1 Call in der Zwischenphase: tba
Modul 5: 11. – 14. November 2027 /Vision und Stille – Einkehr und Besinnung, (Zukünfte) erträumen, Integration und Abschied
Ort: Goethestr. 34, 13086 Berlin
Inhalte und Methoden
Die Inhalte der Module beziehen sich aus einem Sammelsurium aus Jahrelanger gelebter verkörperter Praxis aus verschiedenen Bereichen:
- Somatische Praktiken: Den eigenen Körper erfahren lernen mit verschiedenen Ansätzen von Embodiment
- Generative Somatics / Embodied Social Justice
- Bodywork-Methoden
- Impulse aus der Trauerarbeit / Ritualarbeit
- Aspekte aus dem Wheel of Consent
- systemische Ansätze
- Naturverbindung
- Aspekte von Authentic Movement
- Arbeit mit Bewegung, Tanz und Ausdruck
- Arbeit mit Atem, Stimme und Bewegung, ggf. (Selbst-)Berührung
- Verkörperte Imagination, Bilder und Träume
- kreative und künstlerischen Methoden
Wir möchten benennen und anerkennen, dass wir mit unseren Methoden und unserer Art zu Arbeiten von verschiedensten Lehrer:Innen und Menschen geprägt sind, mit denen wir Weg geteilt haben und von denen wir gelernt haben. Wir möchten diesen Lehrer:Innen und auch deren Lehrende wertschätzen und uns bedanken. Wissend um die Unvollständigkeit dieser Aufzählung möchten wir einige benennen: Staci Haines, Annie Sprinkle, Betty Martin, Kai Erhardt, Joseph Cramer, Janna Rehbein/Circlewise, Sobonfo Somé, Ref. Angel Kyodo Williams, Kai Cheng Thom, Adrienne Maree Brown, Jan Burkhardt und Sigal Zouk, Keith Hennessy, Michael J. Morris, Anna Nowiczka, u.a.
Wie du dir ein Modul vorstellen kannst
Folgende Anteile werden über die Modultage verteilt stattfinden:
- Somatische Übungen
- Inhaltliche Inputs und Lerneinladungen
- Gruppenaustausch und Reflexion
- Erfahrungsraum „outdoor“
- kollektive Erfahrungsräume und rituelle Praktiken
- Geteilte verbale Praxis
- Eigene Schreib-, Reflexions- und Integrationszeit
- Freie Zeit je nach Gruppenwunsch
- Kollektives Ausruhen
Was zwischen den Modulen sein wird
Zwischen den Modulen hast du die Möglichkeit dich mit deiner Bezugsgruppe zu verabreden, entweder persönlich oder online, je nach lokaler Verortung. (Du kannst bei der Anmeldung angeben, ob du lieber persönlich oder online mit deiner Bezugsgruppe in Kontakt kommen magst, dann werden wir das bei der Zusammensetzung der Gruppen beachten, können jedoch nichts garantieren.) Es wird für jede Zwischenphase optional 1-2 Calls von Teamseite aus geben. Die Inhalte werden wir dann vor der Zwischenphase bekannt geben. Außerdem wird es kleine Übungsaufgaben für Zuhause geben, die du dann mit dir oder deiner Bezugsgruppe ausprobieren kannst.
Team
Elsa, Aranja, Lukas, Nino und Gäst:innen zu verschiedenen Themen. Mehr Infos werden folgen 😉
Kosten
Wir bieten 4 verschiedene Preiskategorien an und verlangen keine Nachweise:
Minipreis: 1990Euro (für Personen, die strukturell benachteiligt sind, wenig Ersparnisse haben, kein Erbe in Aussicht haben)
Midpreis: 2490Euro (für Personen, die strukturell benachteiligt sind, ein Erbe in Aussicht haben)
Regulärpreis: 2890Euro (für Personen, die strukturell weniger benachteiligt sind, Ersparnisse haben, ein Erbe ins Aussicht haben)
Unterstützer:in-Preis: 3290Euro (für Personen, die strukturell profitieren, Ersparnisse haben, ein Erbe in Aussicht und monatlich viel mehr zur Verfügung haben, als sie benötigen. Damit untersützt du, das andere mit weniger monatlich verfügbaren finanziellen Mitteln an der Reihe teilnehmen können)
Es gibt die Möglichkeit in 3 bis 6 Raten zu bezahlen. Falls die Kosten eine Hürde für dich bedeuten und für weitere Absprachen wende dich gerne an : nino@isbberlin.com. Wir finden eine Lösung!
Anmeldung
Bei Interesse an der Reihe, fülle das Anmeldeformular aus und schicke dieses an uns
